Straßenbenennung: Erinnerung an Sabine Gerke in Wülferode

  • Veröffentlicht am: 4. März 2018 - 18:04
Sabine Gerke
"Hat jeden umarmt. War entwaffnend herzlich. Trug immer Lippenstift, selbst beim Sport. Hatte immer Stift & Papier dabei. Ein Espresso ging immer" - sagt ihre Tochter. Foto: Johanna Gerke

Die Bilder oben bitte anklicken, um sie in Gänze zu sehen.

Am 6. März wird in Wülferode ein Straßenschild enthüllt. Der Sabine-Gerke-Weg erinnert künftig an die 2012 verstorbene Künstlerin und Illustratorin Sabine Gerke, die in einer Nachbarstraße gelebt und gearbeitet hat. Der Bezirksrat hat die Widmung auf unsere Anregung hin beschlossen.

Die Wülferoder Künstlerin Sabine GerkeSabine Gerke ist 1949 in Hannover geboren und im Dezember 2012 hier verstorben. Die angesehene und beliebte Illustratorin und Künstlerin hat mit ihrer Familie in Wülferode gewohnt und unter anderem auch diesen Bezirk und Umgebung in zahlreichen Zeichnungen festgehalten. Sie illustrierte auch eine Bibel für Kinder sowie ein viel beachtetes, einfühlsames Kinderbuch zum Thema „Tod und Sterben“. Daneben hat sie für die Evangelische Familienbildungsstätte Hannover Menschen im Zeichnen unterrichtet.

Nach dem Abitur und einem Aufenthalt in den USA studierte sie Grafik-Design an der Fachhochschule in Hannover. Nach dem Studium war sie zunächst in Karlsruhe und Hannover für Grafik- und Werbeagenturen tätig. 1976 wurde ihr Sohn geboren und Sabine Gerke begann freiberuflich zu arbeiten. Nach der Geburt ihrer Tochter 1988 arbeitete sie dann verstärkt auch als freie Künstlerin.

Zeichnung von Sabine GerkeKunstkenner*innen fielen ihre Werke auf, weil Sabine Gerke einen "unverkennbaren, ganz eigenen 'Strich' hatte, den schon Professor Riebesehl erkannt und gefördert hatte. Dieser typische 'Strich' ist zart, geradezu liebevoll im Umgang mit dem Sujet, und doch immer eindringlich und schon von Weitem erkennbar als charakteristische „Handschrift“, heißt es bei galerie-bodek.de.

Sabine Gerke soll "ständig und in jeder Umgebung" gezeichnet haben - am Zeichentisch, im Garten, beim Waldspaziergang, auf dem Feld, im Café, am Meer. "Jeder, der ihre Zeichnungen kennt, kann nachempfinden, wie sie es versteht, mit ihrem Zeichenstift Alltägliches, scheinbar banale Fundstücke, zum Besonderen zu wandeln." ( galerie-bodek.de)

Neben Zeichnungen zu maritimen Themen und Naturstudien, Städte- und Landschaftsbildern entstanden viele liebevoll-leichte Zeichnungen zum Thema „Engel“, die sich seit Jahren großer Beliebtheit erfreuen. Werke von Sabine Gerke waren bisher in Ausstellungen in Hannover, Oldenburg, Aalen, Loccum, Leer, Ludwigsburg, Karlsruhe, Hamburg und München zu sehen.

Mehr zu Sabine Gerke und einige Abbildungen ihrer Werke auf den Seiten des Religionspädagogischen Institutes Loccum.

Und hier geht es zu einem Artikel der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung vom 4. März 2017: Straße wird nach Künstlerin Sabine Gerke benannt

Zeichnung von Sabine Gerke
"War wohl ziemlich anstrengend" (2009). Ein Engel von Sabine Gerke. (zur Verfügung gestellt von Johanna Gerke)

Zeichnung von Sabine Gerke
Illustration von Sabine Gerke, Rückseite des Buch-Covers "Tod und Sterben - Kindern erklärt"

 

 

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