Ideen als Zwischenlösung für den Ortseingang Wülferode

  • Veröffentlicht am: 24. Oktober 2017 - 19:17
Hier könnte es sein: Regine Kramarek (links) und Annette Volland deuten an, wo sie sich eine „optische Schwelle“ am Ortseingang Wülferode vorstellen. (Foto: Hobrock)

Ups. Genau hinschauen: Es sind drei Bilder.

Mit einer kreativen Idee, die schnell umgesetzt werden kann, möchten wir Temposünder*innen am Ortseingang Wülferode herunterbremsen. „Die Stadtverwaltung weiß, dass dort etwas passieren muss, und hat kürzlich im Bezirksrat vorgestellt, wie sie die Straße umbauen will, um den Verkehr an dieser Stelle zu entschleunigen. Aber es wird dauern, bis diese Pläne finanziert und umgesetzt sind“, sagt Regine Kramarek. „Zu lange, denn die Situation ist wirklich gefährlich.“

In einem Antrag fordern wir nun vorerst an dieser Stelle eine mobile oder tempo-reduzierende optische Schwelle. „Möglicherweise muss dafür das bestehende Tempo-30-Schild um etwa 30 Meter in Richtung Kronsberg vorverlegt werden. Das ist aber absolut verhältnismäßig, gemessen an der aktuellen Gefahr.“

Bürgerinnen und Bürger aus Wülferode beklagen seit langem, dass Autos trotz Tempo-30-Vorgabe regelmäßig zu schnell in den Ort fahren. Auch die in diesem Bereich liegende Kurve wird unterschätzt. Es entstehen gefährliche Situationen nicht nur für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen, sondern auch für entgegenkommende Autos. Tatsächlich wurde vor Jahren ein PKW erst von der Wülferoder Kapelle gestoppt. Kürzlich verlor wieder ein Autofahrer die Kontrolle über sein Fahrzeug und rammte die Findlinge vor der Kapelle.

„Hinzu kommt, dass direkt hinter dieser Kurve eine Bushaltestelle liegt“, weiß Kramarek. „An dieser für Autofahrerinnen und Autofahrer sehr spät einsehbaren Stelle queren oft Menschen die Straße.“ 18 Mütter und Väter aus Wülferode hatten zuletzt im August mit einem Schreiben an den Bezirksrat darauf aufmerksam gemacht, wie gefährlich diese (Schul-)Bushaltestellensituation unter anderem für Kinder ist.

In vielen Kommunen, auch in Hannover, werden in ähnlichen Fällen bereits geräuscharme, mobile und kostengünstige Maßnahmen zur Temporeduzierung genutzt. Relativ neu sind dreidimensional wirkende Zeichnungen auf der Straßendecke als optische Schwelle. Eine sehr kreative und fast schon künstlerische Form der Temporeduzierung, die zum Beispiel in Island erfolgreich erprobt wurde. Die von der Verwaltung angedachte bauliche Maßnahme ist deshalb nicht vom Tisch. Aber bis sie greift, könnte die Umsetzung unserer Idee, die Gefahr deutlich mindern.

  Und hier geht es zu unserem Antrag zur Bezirksratssitzung am 8. November 2017:

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