Grüne im Bezirksrat für Sanierung von Fenstern und Fassaden: Frischekur für das Bemeroder Rathaus gefordert

  • Veröffentlicht am: 16. Dezember 2016 - 15:49
Das Bemeroder Rathaus muss saniert werden. Foto: Volland
Das Bemeroder Rathaus muss saniert werden. Foto: Volland

Die Grüne Fraktion in Kirchrode-Bemerode-Wülferode wird am 14. Dezember 2016 einen Antrag zur Sanierung des Bemeroder Rathauses in den Stadtbezirksrat einbringen. „Es gibt hier wirklich Handlungsbedarf“, sagt Annette Volland, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Stadtbezirk. Unser Rathaus ist unübersehbar in die Jahre gekommen. Es braucht eine Auffrischungskur.“

Das Bemeroder Rathaus ist eine zentrale Anlaufstelle für die Bewohnerinnen und Bewohner von Bemerode: Hier sind das Bürgeramt und der Kommunale Sozialdienst untergebracht, das SeniorInnenbüro, das Büro des Bezirksbürgermeisters, die Schiedsstelle, eine DRK-Sozialstation und hier tagen Bezirksrat und Integrationsbeirat. „Zunächst wollen wir eine Machbarkeitsstudie für die Fassadensanierung. Die Ergebnisse und Vorschläge, wie mit der Fassade verfahren werden soll, sollen so bald wie möglich im Bezirksrat vorgestellt werden. Auch die Fenster und Außentüren müssen betrachtet werden. Eine sanierte Fassade könnte das Gebäude komplett aufwerten, vom Erscheinungsbild her und auch energetisch“, davon ist Volland überzeugt.

Mit ihrem Antrag wollen die Grünen auch erreichen, dass die Aufgänge vom Rathausplatz sowie vom Parkplatz zum Rathaus auf ihre Verkehrssicherheit und Nutzbarkeit geprüft werden, ebenso die alten Waschbeton-Pflasterplatten rund um das Rathaus.

Behinderten-WC muss erreichbar werden

Auch die Toiletten im Bereich des Ratssaales soll die Verwaltung hinsichtlich ihres Zustandes und der Barrierefreiheit prüfen. „Umgehend muss die Verwaltung unserer Meinung nach allerdings dafür sorgen, dass die Behinderten-Toilette im EG des Bemeroder Rathauses bei Veranstaltungen im Ratssaal frei zugänglich gemacht und ausgeschildert wird“, fordert Volland. Die Behindertentoilette liegt laut den Grünen weit entfernt, quasi auf der anderen Seite des großen EGs. Zwischentüren machen den Weg dorthin beschwerlich, zudem muss mindestens eine davon bei Bedarf während der Sitzungen von Stadtbezirksrat und Integrationsbeirat erst von einem Verwaltungsangestellten aufgeschlossen werden. „Das ist eine Zumutung für Betroffene“, findet Volland.

„Es besteht eindeutig Handlungsbedarf für eine Sanierung des Bemeroder Rathauses“, bestätigt Dr. Elisabeth Clausen-Muradian, wirtschaftspolitische Sprecherin der Grünen Ratsfraktion. „Den vielen öffentlichen Nutzungen entsprechend sollte es ein würdiges Gebäude sein, mit dem die BürgerInnen des Stadtteils sich identifizieren können. Der Einstieg in die Sanierung mit einer Machbarkeitsstudie für die Fassade ist ein sinnvoller Schritt“, so Clausen-Muradian.

Hintergrund:

Der sechsstöckige 60er-Jahre-Bau des Bemeroder Rathauses ist deutlich in die Jahre gekommen, sowohl Innen, als auch außen. Holzfenster- und Türrahmen im Erdgeschoss sind brüchig und marode, der Putz ist schadhaft, an vielen Stellen blättert Farbe ab. Viele BemeroderInnen wünschen und erhoffen sich eine ästhetische Aufwertung des Hochhauses und seiner beiden fensterlosen, inzwischen verschmutzten Waschbeton-Fassaden und damit auch eine Aufwertung des Bemeroder Rathausplatzes samt einer besseren Aufenthaltsqualität.